Das Beste High Yield, was wir je hatten!

25. Feb. 2026

Thomas Rentsch

Senior Portfolio Manager High Yield

Die Kreditausfallquoten in High Yield fallen und wird diese Entwicklung vom Markt unterschätzt? 

Eine aktuelle Auswertung von Moody’s zeigt: Die Kreditverluste in den Ratingkategorien Ba, B und Caa sind im Zeitverlauf rückläufig. Neben besserer Ratingqualität und geringerer Duration haben vor allem strengere Regulierung, höhere Transparenz, aktive Notenbankinterventionen und effizientere Restrukturierungen das Marktumfeld strukturell verändert.

Was bedeutet das für Investoren und wie robust ist High Yield wirklich?

Kreditausfallquoten in High Yield fallen

Wenn man über die Vorteile von Hochzinsanleihen spricht, hört man Argumente wie den gestiegenen Anteil an BB-Anleihen oder die gefallene Duration.

Die jährliche Auswertung der Ausfallraten von Moody’s enthält jedoch eine weitere interessante Datenreihe, welche im Zeitverlauf sinkende Kreditverluste in den High Yield-Ratingkategorien Ba, B und Caa zeigt und damit ein starkes Argument für die gestiegene Attraktivität dieses Kreditsegments liefert.

Jährliche Kreditausfallquoten nach Rating

Quelle: Moody‘s Annual default study, Februar 2025; Kreditausfallquote ist der jährliche von Investoren zu tragende Verluste als Kombination aus Ausfallrate und Einholungsquote

Verstärkte Regulierung und Transparenz

Mit dem Ausbau der regulatorischen Anforderungen und der verbesserten Transparenz haben sich die Informationsgrundlagen für Investoren und Analysten fundamental verbessert. Durch aufsichtsrechtliche Initiativen wie Basel II/III, strengere Prospektpflichten und regelmäßige Disclosure-Vorgaben sind die Risiken für Emittenten und Gläubiger heute wesentlich besser einschätzbar. Die Ratingagenturen analysieren Bilanzqualität, Cashflow und Managemententscheidungen lückenloser als früher. Dadurch können problematische Emittenten früh identifiziert werden, was zu schnellerem Reagieren der Marktteilnehmer führt.​

Einfluss staatlicher und Notenbankinterventionen

Ein zweiter wichtiger Grund ist die aktive Rolle von Regierungen und Zentralbanken im Konjunkturzyklus. Große Rezessionen, wie sie High Yield früher besonders hart getroffen haben, werden heute durch massive Liquiditätsmaßnahmen, Unternehmensprogramme und Anleihenkäufe abgefedert. Zinssenkungen und Stützungsmaßnahmen verhindern, dass es nach Abschwüngen zu flächendeckenden Ausfallwellen kommt. Dies zeigt sich eindrücklich an der Ausfallstatistik rund um die Krisen von 2008 und 2020, wo trotz wirtschaftlicher Erschütterungen die Quoten rasch wieder sanken.​

Effizientere Insolvenzverfahren und außergerichtliche Einigungen

Nicht zuletzt haben effizientere Insolvenzverfahren und der häufigere Einsatz von außergerichtlichen Einigungen – wie „Amend & Extend“ oder Distressed Exchanges – dazu beigetragen, dass viele Emittenten finanzielle Krisen bewältigen können, ohne formale Insolvenz anmelden zu müssen. Durch die Möglichkeit, bestehende Schulden zu restrukturieren oder Laufzeiten zu verlängern, gelingt es Unternehmen und Investoren, Verluste zu begrenzen und die Ausfallstatistik nachhaltig zu reduzieren.​

Diversifizierung der Finanzierungsquellen

Zusätzlich greifen Unternehmen heute nicht mehr ausschließlich auf Bankkredite oder einzelne Anleihemärkte zurück, sondern kombinieren Bonds, Loans und Private Debt. Diese Diversifizierung verringert die Abhängigkeit von einzelnen Gläubigern und eröffnet alternative Restrukturierungspfade. Das stärkt die Resilienz – insbesondere im High Yield-Segment – und trägt dazu bei, dass Zahlungsschwierigkeiten seltener direkt in Ausfällen resultieren.

Bedeutung für Investoren

Für Investoren ist High Yield heute attraktiver als früher: Bessere Ratings, fallende Ausfallquoten, stärkere Regulierung, mehr Markttransparenz und eine niedrige Duration machen das Segment robuster. Dennoch bleibt aktives Risikomanagement unerlässlich und eine sorgfältige Analyse sowie eine kluge Portfoliokonstruktion sind weiter der Schlüssel für nachhaltigen Anlageerfolg.

„Wenn man über die Vorteile von Hochzinsanleihen spricht, hört man Argumente wie den gestiegenen Anteil an BB-Anleihen oder die gefallene Duration. Jedoch ist das längst nicht mehr alles.“

 – Thomas Rentsch

Risiken

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Auf Investment-Ebene stehen die Bedürfnisse und das Verständnis unserer Kunden von ESG im Vordergrund. Wir sehen uns als Enabler und Berater haben helfen Ihnen gerne Ihre Vorstellungen in einem Portfolio umzusetzen.

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Nachhaltigkeitsrisiken sind definiert als Ereignisse oder Bedingungen in den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf den Wert der Investition haben können. Da sich die Vergütung der Portfoliomanager unter anderem an der Wertentwicklung der verwalteten Vermögen, somit also am Wert der Investitionen orientiert, ist ein jederzeitiger Gleichlauf von Kunden- und Mitarbeiterinteressen gewährleistet.

Die HAGIM berücksichtigt PAIs auf Unternehmensebene nicht.

Die Produkte, die von der HAGIM gemanagt und/ oder vertrieben werden und die PAIs berücksichtigen, spielen im Gesamtvolumen der HAGIM eine bisher sehr untergeordnete Rolle, da PAIs bei der deutlichen Mehrzahl an Produkten nicht berücksichtigt werden. Inwieweit künftig eine Berücksichtigung auf Produktebene erfolgen wird, hängt in erster Linie vom Bedarf unserer Investoren ab.

Im Umgang mit Artikel 4 SFDR verfolgt die HAGIM einen Proportionalitätsansatz. Die HAGIM plant PAIs auch auf Unternehmensebene zu berücksichtigen, wenn die Produkte, die PAIs berücksichtigen einen nicht unwesentlichen Teil des Gesamtvolumens ausmachen. Dieser Anteil wurde auf 10% festgelegt. Sobald die HAGIM PAIs auf Unternehmensebene berücksichtigt, wird das in einem Umfang geschehen, den die Datenlage zu diesem Zeitpunkt ermöglicht. Die Datenlage ist u.a. von angrenzenden regulatorischen oder freiwilligen Offenlegungsverpflichtungen für die investierbaren Unternehmen abhängig.

Weiterhin verfolgt die HAGIM sehr genau die regulatorischen Entwicklungen sowie die Entwicklungen am Markt und wird Anpassungen in den Vorgaben oder am Markt berücksichtigen.

Nachhaltigkeitsrisiken im Sinne der Verordnung (EU) 2019 / 2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor sind Ereignisse oder Bedingungen in den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf den Wert der Investition haben können. Diese Effekte können sich auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des verwalteten Vermögens auswirken.

Nachhaltigkeitsrisiken fließen als qualitative Bewertung im Rahmen der generellen Analysetätigkeit durch die Entscheidungsträger des Portfolios ein. Im Investmentprozess werden sie innerhalb der fundamentalen Analyse neben anderen Risikofaktoren analysiert, qualitativ bewertet und in die Investitionsentscheidung einbezogen.

Es findet eine Betrachtung gemäß der einzelnen Dimensionen Ökologisches, Soziales und Governance statt („ESG“). Je nach verfügbarer Datenlage können in die Betrachtung Inhalte der nicht-finanziellen Berichterstattung, Bewertungen von ESG-Datenanbietern oder Adverse Media Checks einfließen. Die Betrachtung unterliegt dem Proportionalitätsprinzip und die Beurteilung der Wesentlichkeit liegt beim Entscheidungsträger des Portfolios.

Die Entwicklungen auf europäischer und nationaler Ebene in Bezug auf Nachhaltigkeitsrisiken und die damit einhergehenden Vorgaben für die Finanzindustrie werden laufend beobachtet. Es kann aufgrund von Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie der Verbesserung der Datenlage und den zur Verfügung stehenden Methoden zu Anpassungen bei dieser Strategie kommen.